Wird Schwabing schöner?

Na ja, zumindest von der Münchner Freiheit kann man das, im Moment zumindest, noch nicht behaupten – hoffe die Wandverschalungen bleiben nicht wirklich neon-gelb und -orange, aber ich habe da so meine Befürchtungen…. Auch Hundescheiße gab es hier (Feilitzstr.) wieder fast so viel wie im Glockenbachviertel, nicht sehr rühmlich….

Wieder in der Zukunftstram….

Die Trambahnen nach 9h30 entsprechen der Zukunft in diesem unseren Lande: die 55+ Trams. Nur das Kleinkind im Kinderwagen ganz vorne drückte übrigens den Alterdurchschnitt auf 55+, ansonsten läge der wohl bei 68+….

Gestern in Minga

Das Wetter war mittags dich besser als die Lotterie, aeh Wetterfroesche vorhergesagt haben, weshalb wir zum Hamburger Fischmarkt am Wittelsbacherplatz gegangen sind. Dort fritiertes Irgendwas und ein „Broetchen mit Nordseekraben“ verspeist und ueber den den Odensplatz und durch die Residenz zurueck nach Hause.

einer der häßlichsten Ferraris

…. und das gerade heute, an diesem verregneten Dienstag. Na ja, hätte auch schlimmer kommen können, hätte schliesslich auch ein verschneiter Montag sein können – aber dann hätte ich womöglich mit einer Brechstange auf dieses hässliche Ungetüm eingeschlagen….

Heute die süssen Wahrheiten über CRO

Also die Kirschen waren extrem süß und ein definitiver Grund Anfang Juni nach CRO zu fahren. Überhaupt mangelt es in CRO nicht an gutem Essen, zumindest wenn man die richtige Wahl trifft. Anstatt fettem Schweinfleisch, Dorade und „Brancin“ gegessen, anstatt viel Weißbrot, lieber frischen Salat und anderes Gemüse aus der Region.
Die Landschaft an der ungarischen Grenze (bei meinen Großeltern) ist, bis auf die Weinberge, keine besonders attraktive, zumindest wenn man von den Sommermonaten absieht. In den Sommermonaten aber blüht dort alles, ist grün und gedeiht, zumindest noch so lange die Erderwärmung auch dort nicht noch weiter zuschlägt – der Wasserspiegel ist seit 50 Jahren immerhin fast um 5-10 Meter gefallen, zumindest nach den Erzählungen Anderer und meinen Einschätzungen.

Für viele wird die Gastfreundschaft auch hochgeschätzt, nur da ich weder gerne große Mengen esse und auch kein ausgiebiger Alkoholfreund bin, ist das für mich wohl weniger ein Pluspunkt 😉 Ansich sind die meisten Leute darüberhinaus auch durchaus freundlich, manchmal sogar fast zu freundlich, dass man sich fragen muss, was die/der denn von einem will…

Die Infrastruktur hat sich außerdem in den vergangenen Jahren erheblichverbessert. Wichtige Autobahnen durchkreuzen das Land, viele Landstrassen wurden ausgebaut und auch Geschäfte und Tankstellen sind nahezu überall in zahlreicher Zahl verterten. Apropos Geschäfte, die haben wieder, nach zweimonatigem Versuch diese am Sonntag geschlossen zu halten, u.a. wg. der sehr katholischen Haltung mancher Politiker, wieder Vormittags auch an diesem „heiligen“ Tag geöffnet, so wie es auch schon zu jugoslawischen Zeiten war und wie es mir auch sehr sinnvoll erscheint, nicht nur für Touristen.

Wenn man ins mittlere Kroatien fährt, hat man eine ähnliche Landschaft, wie im Nordosten des Landes, erst im Süfwesten, sowie direkt an der Adria, also im Westen des Landes, befinden sich schliesslich die durchaus sehenswerten Gegenden von Zadar, Split bis hinuter nach Dubrovnik. Die etwa 1000 (!) Inseln sind vor allem für Segler interessant und die hauptsächlich mit Steinen, kaum mit Sand geplasterten Strände, sind zar für Taucher ein paradies, allerdings für Strandluschis wie mich weniger antörnend. Am Meer kann man, wie oben bereits erwähnt, sehr guten Fisch essen, eine weitere Spezialität sind weiterhin die Rasnici (gesprochen „Raschnizi“) aufgespiesstes Schweinefleisch welches gegrillt und häufig mit Djuvec-Reis (gesprochen „Dtschuwetsch“) gereicht wird – ich nenne den Reis jetzt mal das kroatisch-bosnisch-jugoslawische (je nach welche Variation man bereitet) Risotto mit Paprika und Parikapulver gemischt, gesalzen und gepeffert, gekocht in Gemüsebrühe und eventuell mit ein paar Erbsen – wodurch der Reis nicht nur sehr rot wird, sondern auch eine gewisse Würze, eben ähnlich wie bei Risotto, nur mit einem anderen Geschmack, erhält.

Sehenswert sind, neben den erwähnten Städten, sicherlich folgende Gegenden:
– die Plitvica Seen
– die Inselkette der Kornati
– für Kletterer womöglich das Velebit Gebirge
– der ‚Vransko jezero‚, Kroatiens größter See
– der ‚Rote See‚ bei Imotski, sowie, nicht weit entfernt auch der ‚blau See‘, Ersterer die angeblich größte Einsturzdoline der Welt
– bzw. alle weiteren CRO Nationalparks, die dank Ihrer relativen Nähe, notfalls auch in zwei Wochen Urlaubszeit erkundet werden können
!!! Von wilden Erkundungen muss man allerdings abraten, da es immer noch einige Male im Jahr passiert, dass Menschen durch Minen aus dem kroatisch-jugoslawischen Krieg – verletzt, oder gar getötet werden !!! (was eigentlich noch zu der Negativ-Liste hinzugefügt werden sollte….)

So weit meine Aufzählung wieso – trotz aller meiner zum grossteil berechtigten Vorurteile – sich ein Besuch des Landes womöglich durchaus lohnt 🙂
Genug Werbung für heute, bis demnächst, bb….

Heute die bitteren Wahrheiten

Also Alle sind überall irgendwie ein bisschen verrückt, aber hier spinnen alle noch mehr als sonstwo (zumindest für ein Nicht-Kriegsbebiet), dafür weiss ich jetzt auch wieder was mich an CRO so stört. Hier nur ein paar Punkte um es etwas klarer zu machen:

– es wird immer und überall gemauschelt, egal ob bei Doktor, bei der Bahn, oder sogar bei der Polizei, mit Beziehungen und nicht selten sogar etwas Geld, geht alles leichter.
– die Werte sind verschoben, es scheint als ob ein Gegenstand mehr wert ist, als ein Leben, vor allem Tierleben sind nichts wert
– es wird meistens schlecht über Andere und vor allem das Ausland gesprochen
– das „Vaterland“ wird über alles gelobt, Kritik ist quasi kaum möglich und Nationalismus hat noch immer Konjunktur obwohl er zu diesem schrecklichen Krieg vor etwa zehn Jahren geführt hat
– Nachhaltigkeit scheint unwichtig zu sein, man kauft billigstes Spielzeug, Autos, Kühlschranke, usw. usf.
– Kaum Respekt vor der wichtigsten Einnahmequelle des Landes, den Touristen: anstatt Qualität zu bieten, die auch bezahlbar ist, werden diese nur geschröpft, bestes Beispiel ist der ca. 5% höhere Umrechnungskurs der lokalen Währung Kuna
– Raubbau an der Natur, vor allem im privaten Bereich, da diese kaum geschätzt wird, bzw. keine Sensibilisierung dafür vorhanden ist
– „Europa“ wird verteufelt, v.a. das Politische
– „man“ meint ein extrem wichtiges Land zu sein, dabei leben gerade Mal etwa vier Millionen Menschen hier, geopolitisch also kaum erwähenswert, aber gerasselt wird immer viel
– Kitsch. Tonnenweise Kitsch wird hier produziert, verkauft und gekauft. Nicht selten werden diese Dinge dann auch noch voller Stolz daheim auf/ausgestellt, dass dem fremden Besucher manchmal die Augen brennen. Auch vor der Integration von Kitsch in Hauswände, Tore oder im Auto schrecken die Meisten nicht zurück und demonstrieren so die Blindheit der breiten Masse.
– so kritisch ausländische Systeme beäugt werden, so unkritisch werden (Lebens-)Stile schlichtweg kopiert, sowohl politisch (z.B. Im Wahlkampf, Fernsehdebatten, billige „Bauernfänger“-Sprüche, Obama’s Wahlkampf-Website, …) als auch im alltäglichen Leben (Konsum, FastFood, Internationale Handelsketten, kopierte TV-Serien und z.B. übersetzte Popmusik). Es wird alles vermischt und nicht mehr differenziert und es scheint das Motto vorzuherrschen: Neu ist was wir nicht kennen und nur Neues ist gut.
– apropos neu: architektonisch wir Altes nun endlich bewahrt, aber das was aktuell neu gebaut wird hat weder Stil noch Klasse, sondern ist einfach nur haesslich! Nicht nur im Landesinneren, auch an der Touristenreichen Westküste des Landes entsteht fast nur Schund. Das so etwas in 2009 noch baufähig ist in diesem Land dass sich dann doch lieber zu Europa zählen lässt, als zum Balkan, das verwundert.

So könnte ich noch ‚zig weitere Punkte anführen, aber dies sind sicherlich die Wichtigsten, die mir im Moment einfallen. Aber wenn Ihr wollt, kommt her und macht Euch ruhig selbst ein Bild von diesem durchaus abwechlungsreichen Land, welches viel schöner sein könnte, wäre es nicht bewohnt von einem so stolzen Volk. Stolz schlägt nämlich häufig um in eine gewisse Selbstblindheit und Unfähigkeit der Selbstreflexion und genau darin sind ‚Les Cravates‘ gefangen – zumindest bis heute. Was es schönes trotz all dem Negativen gibt, morgen an dieser Stelle….

Unser heutiger Beitrag zur Klimaerwärmung

Jetzt bin ich zwar mit dem Zug von München nach Kroatien gefahren, was ökologisch wohl verhältnismässig sinnvoll ist – aber dafür haben wir 20 Schubkarren-Ladungen Heu verbrannt, anstatt dessen hätte ich wohl auch fliegen können 😉
soviel zu CO2-Ausgleich …. PROST, MAHLZEIT!

nur mit dem Wetter….

…. Hab‘ ich mich wohl zur früh gefreut. Dafür ist bis 1.7. das Internet über das lokale www.Tele2.hr sehr günstig – und zwar je nachdem ob es sich um das Eigene, oder ein Fremdnetz (in diesem Fall T-Mobile, ja DIE Magenta-Farbenen, die mischen überall mit 😉 handelt zwischen 0,1 und 2 Kuna je Megabyte, was 1,4-27 Cent entspricht, also in etwas wie bei uns, zumindest im Fremdnetz, die Gebühren im eigenen Netz sind ein richtiges Preisdumping für europäische Verhältnisse. Allerdings vermute ich dass Tele 2 in dem 250 Seelen-Dorf meiner Großeltern, wo ich jetzt fünf Tage bin, kein eigenes Netz betreibt, aber einen Blog-Eintrag pro Tag wird es wohl trotzdem geben 🙂

gerade noch erwischt….

…. den Zug zur Weiterfahrt – aber wirklich nur gerade so und ohne den netten Schaffner draussen der mich 90 Sekunden im Schneckentempo rennend dem Zug entgegenkommen sah (bepackt mit der fetten und schweren NorthFace Tasche, einem ebenso schweren Rollkoffer und einer Notebook-Tasche die mit dem gesamten Inhalt auch fast 10kg wiegt), hätte ich es nicht geschafft. Aber so passt es, nur Zugkarte muss ich jetzt im Zug lösen, da es dafür nicht mehr gereicht hat. Der Zug aus München hatte nämlich bereits bei Abfahrt ca. 15min Verspätung und anstatt um 16h47, kam er um Punkt 17h00 an. Um 17h05 sollte der Zug nach Koprivnica fahren, aber das Gleis 6 finden war eine Herausforderung – jetzt fuhr er auf jeden Fall erst um 17h07. Die Schaffnerin drinnen war auch sehr nett und hat gesagt, ich sollte Ihr einfach das Ticket von München nach Zagreb zeigen und da der Zug verspätet war, würde ich den sonst üblichen Extra-Zuschlag für die Lösung des Tickets im Zug nicht zahlen müssen. Passt also alles, so wie das Wetter hier.