Mensch, bin ich müde.

Ich bin alt geworden. Gerade noch zwanzig, schon Mitte dreissig. Noch nicht Mitternacht und ich bin voll fertig und denke an nichts anders ausser mein Bett – was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, schliesslich bin ich seit 05h00 a.m. wach. Der DJ Edard Sizzerhand legt coolen Soul, Funk und Black Music Tracks auf, aber bei mir zieht heute wohl nichts mehr. Hätte zwar noch gerne Billie Jean gehört, aber das war’s dann wohl. Laku noc.

Heute am Chinesischem Turm

….war ich natürlich mal wieder total dicht. Aber das wissen ja alle, die mich kennen. Deswegen bin ich danach noch zum Beichte in die Kirch‘. Gisi, Don und Caro sind meine Zeugen….

Reisegeschichten: Packen

Das mit dem Packen ist so eine Sache. Normalerweise würde ich mich als guten Packer bezeichnen, allerdings ist die Rückreise für mich meistens mit gewissen Shopping-bedingten Herausforderungen verbunden, die es zu lösen gilt. So weiss ich inzwischen dass ich grundsätzlich mit nur ca. 60% befüllten Taschen anreisen „muss“. Das tägliche „Schlichten“ und repackaging der neuen, meist sinnlos erworbenen Waren ist dabei von absoluter Notwendigkeit um die verbliebenen Zentimeter und die finalen Milimeter optimal auszunutzen. Ein weiterer, wichtiger Bestandteil des Prozederes ist das regelmässige Anheben der entsprechenden Gepäckstücke um das ungefähre Gewicht zu bestimmen – dies ist ungleich schwerer einzuschätzen, da es a) von der Größe der Tasche/des Koffers, als auch b) von den darin enthaltenen Gegenständen bestimmt wird. Durch meine jahrelange Erfahrung im Bereich des ‚Personal Belogings Packaging‘, kurz ‚PBP‘ kann mein rechter Arm die Funktion einer Pseudowagen übernehmen und mein Gehrin kalkuliert daraus einen möglichen Gewichtswert der ca. +/-15% liegt. Dies führte u.a.dazu, dass meine heutige „Messung“ meine PBP-Alarmglocken hat schrillen lassen, da mein Limitometer (eingestellt auf 20KG für euronationale Flüge) ausgeschlagen hat und mich warnte nicht mehr zu stopfen. Letztendlich ging aber doch alles gut, die beiden Taschen zeigten 17,8KG und die kleinere, um die ich mir aber auch weniger Sorgen macht, 16,9KG an. Also alles ok am Ende. PBP-Aktion erfolgreich durchgeführt, wie fast jedesmal (ausser das eine Mal in London, als ich schlappe 300 Euro extra zahlen musste….).

The final day in London: day no.4

Aus unserem luxuriösen Hotel um 11h00 ausgecheckt – Gepäck dort zwischengelagert – noch kurz zum Harrods und zum Traffalger Square gefahren: The final sight seeing tour. Mittags gesandwiched, wie 95% aller Großinselländer hier, Koffer geholt um 15h00 und mit orginal Londoner Taxi zur Victoria Station und von dort den Gatwick Express nehmend zurück zum Flughafen gefahren. Good bye London, bis zum nächsten Mal….

Tag 3: London, 13.7.2009

Um es gleich vorweg zu nehmen und Euch die Enttäuschung zu ersparen die ich erneut erfahren musste: Die Queen hat uns nicht zum Tee eingeladen – und das obwohl wir direkt vor dem Buckingham Palace standen und obwohl ich mich heute Früh rasiert habe. Na ja, Schwamm drüber, was soll’s, vielleicht beim nächsten Mal….
Was uns heute erwartete, wissen vielleicht Don&Gisi am Besten zu berichten, die ich bei Ihrem Besuch in 2006 (?) am Frühstückstisch im K+K Hotel ketzerisch fragte: „Wollt Ihr die 5, 7 oder 9 Stunden ‚Guided London-Tour‘ „, wohlwissend was Sie antworten würden – denn jeder London Tourist will natürlich möglichst alles sehen – aber ich war auch überzeugt dass nur die kleine Tour ertragbar war, denn Mittagessen und Abspecher addieren sich dazu 😉
So habe ich natürlich auch heute entsprechend im Kopf geplant und wollte folgendes druchschreiten: Westminster, British Parliament, Big Ben, London Eye, alle vier Dinge ja an einem Platz und ergehbar – Buckingham Palace, Harrods, Hyde Park & Green Park, auch im Paket zu schaffen, theoretisch – Tower Bridge, St. Pauls und mal schauen was wir sonst noch schaffen. Während die ersten zwei ‚Packages‘ zwar alle zu Fuss zu schaffen sind, unterschätzt man doch die Reich- und entsprechende Gehweite derselben.
Während ich um 8h00 putzmunter war, immerhin habe ich seit sieben Uhr schon gelesen, haben Matea die Eindrücke von gestern wohl bereits etwas mehr „mitgenommen“, weshalb ich durchaus gespannt war auf heute 🙂
Gleich zu Anfang um 9h30 dann die erste Planänderung: Anstatt gleich die Action starten zu lassen, haben wir gemütlich im Regent Park gefrühstückt: Filtermilchkaffee („der beste bisher“, nach Mateas Aussage) und zwei Donuts, Milch und Croissant für den Milchbubi. Um 10h30 dann die zweite Planänderung: Erst zur Tower Bridge und dann Westminster. Bei der Tower Bridge war es zwar sehr windig, aber ansonsten wirklich top. Neben den sehr stylischen Büros rund um das moderne Rathaus, macht sich die exklusivst renovierte Speicherstadt auf der anderen Seite der Tower Bridge wirklich hervorragend. London hat bereits was Hamburg noch plant&baut. Überhaupt finde ich dass es keiner Stadt gelingt neu und alt so gut miteinander zu verschmelzen. Die Übergänge sind nahezu fliessend und perfekt, zumindest im Zentrum, die Randbezirke und Vorstädte bilden die unlöbliche Parallele zu anderen Städten und lassen London wieder etwas weniger glänzen. Hat man aber das Geld (ab 1,5 Millionen Pfund zum Kauf und ab ca. 500 Pfunden pro Woche!) und kann in den Zentrumsregionen wohnen (z.B. Notting Hill, Kensigton, Docklands, Tower Bridge, usw. usf.) wohnt man in der meiner Meinung nach exklusivsten Großstadt/Megalopolis (?), zumindest wenn man auf das schnelle, hektische, aber auch auf berauschende und durchaus chaotische Leben steht. Daneben sollte man vielleicht noch öffentliche Verkehrsmittel zu schätzen wissen und neben den 2,5k Euro im Monat für die Miete, noch ca. 1500 bis 2000 Euro im Monat zum „leben“ mitbringen – das übrigens zum jetztigen, relativ günstigen Pfundkurs, generell muss man also sogar von etwas mehr ausgehen…. Wenn wir schon beim Geld sind, die Engländer aka alle Bewohner von Grossbritanien haben ein sehr interessantes ‚Stimulus Package‘ erhalte. Anstatt nur die Anschaffung von neuen Autos zu fördern, was ja nur einem gewissen Teil der Bevölkerung tatsächlich zu gute kommt, wurde hier die Mehrwertsteuer für gewisse Dinge w.z.B. Kleidung um über zwei Prozentpunkte gesenkt – das spürt tatsächlich jeder im eigenen Geldbeutel, bzw. der Haushaltskasse und nicht nur die Autokaufenden und in der -industrie arbeitenden Schicht.
Aber zurück zu unserer Visiting Tour:
auf beiden Seite der Tower Bridge sind wir etwas herumgestreunert und haben interessante Bauten gesehen. Im Rathaus konnte man eine kleine, kostenlose Tour machen und sich einige stadtgeschichtlich relevante Bilder der letzten 100 Jahren ansehen, sowie – und das war durchaus beeindruckend – eine riesige Satellitenansichtskarte von London begehen und Details erkunden, auf etwa 40qm war das durchaus beeindruckend. Eine lokale Google Maps Ansicht als Bodendruck für Hinz und Kunz – London, selbst die Stadtväter haben innovative Ideen, bzw.lassen sich entsprechend beraten, setzen diese Dinge dann aber auch um. Ich verstehe zu beginnen wieso der Roman so vehement für den Transrapid ist und meint dass der besser gewesen wäre als die zigfache Summen davon in die Rettung der Banken zu stecken – denn jeder hat was davon. Das Geld kommt nicht einzelnen zugute, sondern der Allgemeinheit, so wie bei dieser tollen Bodenkarte. Und natürlich hat auch nicht jeder was davon, aber zumindst gibt es die Option es zu nutzen, während das Geld für die Bankenrettung erstmal (und womöglich für immer) verschwindet.
Von der Tower Bridge wollten wir eigentlich gleich zum Big Ben, aber wegen des mittäglichen Hungergefühls empfahl ich eine Station weiter, zum Green Park, zu fahren und dort, im Park ein Sandwich oder ähnliches zu verspeisen. Bei Ihr wurde es dann tatsächlich ein Sandwich und eine kleine Schale Nudelsalat, während ich, die Mayonaise verneinend, einen Reissalat mit spanischer Paprikawurst, dazu einen Plain-Sesambagel und einen kleinen Obstsalat ass. Kaum waren wir fertig, probierte Matea doch noch einen der so verführerisch rumstehenden Liegestühle aus und prompt kam ein Kassierer und wollte dafür 1.50 Pfund verlangen, was Sie dazu trieb mit dem englischen Rasen vorlieb zu nehmen, bzw. wir uns dann ohnehin sehr bald aufmachten den Buckingham Palace zu sehen. Schnappschüsse dort, dann weiter durch den St. james Park zu den Horse Guards (unplanmässiger Stop, ist mir noch eingefallen und ist sehr lohnenswert, sollte in den Standardplan mitaufgenommen werden ;), zum Big Ben, Westminster Abbey Chruch, House of Parliament und über die Brücke zum London Eye. Die unrühmliche Toilette im MC Donald’s neben Namco World, Aquarium und London Eye besucht und dort ein Cornetto-Erdbeer-Eis gekauft (nichts für Dich, Caro, aber für mich) um dann über Waterloo zum Picadilly Circus zu fahren. Damit, so beschlossen wir , würde unsere heutige Erkundungstour dann doch ’schon‘ enden, denn Matea reichten eindeutig die must-sees for today. Für den Rest des Tages war dann nochmals finales Shopping (Matea hatte noch ca. 60 Pfund) angesagt, zurück ins Hotel fahren und anschliessend Abendessen bei Soho Pizza (geführt von Franzosen, nicht schlecht die Pizza, aber sehr klein, aber die Jazz-Live-Musik war hörenswert). Dann noch die Matea durch für mich interessante Gäschen gejagt – u.a. eine kleine Gasse mit teuren Fischrestaurants gleich beim Picadilly Circus, sehr nett hergerichtet und zum ersten Mal war ich auch in Little Chinatown – finales kurzes ‚Abhängen‘ auf dem Picadilly Circus um dann gg. 23h00 UKtime wieder im Hotel zu sein. Kurz geduscht und bei Lesen eingenickt.

2.Tag London: 12.7.2009

Marelybone bis Notting Hill mit dem 23. Bus. Habe Ihr dort die Häuser und Gegend gezeigt, Matea hatte ein Salami-Käse Pide, ich ein frz. Croissant zum Frühstück. Sie einen Cafe-to-go, ich ein Wasser. Sie hat sich etwas gelangweilt und nicht den Sinn der Läden in NH verstanden („lauter Kruscht, fast nur altes Zeug?“), ich fand es sehr nett wieder mal hier zu sein – nur schade dass hier die Immobilien so teuer sind, sonst könnte man in NH, abseits der Touristenströme, wohl wirklich sehr gut leben. Von NH ging es wieder im zweiten Stock eines Buses, der 27. Linie über Paddigton Station zurück zur ultimativen Shoppingmeile, diesmal zum westlichen Ende/Anfang, beim Marble Arch/Ecke Hyde Park. Ich weiss schon gar nicht mehr mit welchem Laden wir starteten, da sich nun alles wiederholte und ich mit vielen Deja-vue Erlebnissen zu kämpfen hatte. Zum Mittagessen entschloss Sie sich für ein Wrap Asia-style, während ich noch ein Croissant und einen viel zu pappigen Minikrampfen ass – Matea wiederum war begeistert von dem glasierten Donut den ich Ihr dazukaufte, seitdem war Sie Donut-infiziert ;). Sie Wasser, ich ‚freshly squeezed lemonade‘ – so perfekt nur beim M&S Simply Food 😉
von ca. 13h00 bis zum sonntäglichen Geschäftsschluss um 18h00 waren wir im ’shopping war‘. Apropos ‚war‘, bei den Frauenläden, vornehmlich beim H&M, United Colors of Benetton, aber auch in der Damenabteilung von GAP und Uniqlo, sah es immer tatsächlich etwas mehr aus wie auf einem Kriegsfeld, als wie in einem Kaufhaus – da lagen Kleiderberge gemischt durcheinander, Socken neben Shirts, Sonnenbrillen dazwischen sowie in aller Coleur – und ungefährlich schien es mir auch nicht, denn es wird ohne Rücksicht auf Verluste an der Ware gezogen und gerumpft und wenn es um einen strategischen Positionsvorteil zum ins Auge gefasste Objekt geht, scheint das gezischte ’sorry‘ beim unweigerlichen Körperkontakt aka Beinahe-Zusamenstoß aka „Dies-ist-meine-Ware-verpiss-Dich-Du-Arschloch“ noch oberflächlicher als sonst. Das ging so weit, dass ich einmal ein ‚Is alright‘ erntete, als mir eine Dame den Vortritt nahm, nur weil ich mich freundlicherweise als erster entschuldigte. Ich sage es ja: es herrschte Krieg.
Dann haben wir den Oxford Circus nochmals kurz passiert, fuhren von dort allerdings um kurz nach sechs zurück ins Hotel um die erstandene Ware, immerhin nur ca. 1/3 von gestern, abzulegen und wieder kurz etwas Kraft zu schöpfen. Zu Fuss gingen wir von dort über die Baker Street – bekannt durch Sherlock Holmes, wobei sogar die Underground Station sein Konterfei auf die mit Fliessen verutzten Wände geprägt hat 🙂 – durch den Regent Park und über die Station Regent Park, wieder zurück ins Zentrum zum Oxford Circus, das erste Mal für mich von der nördlichen Seite kommend – ich war davor übrigens auch noch nie im Regent Park, ist aber auch mehr etwas für Blumenfreunde, wobei ich da den Botanischen Garten in München interessanter finde, aber immerhin ist der Park des Regenten nicht kostenpflichtig und sehr nett fande ich das zig Liegestühle zur Benutzung (gg. 1,50 Pfund/Gebühr ) herumstanden und diese anscheinend nicht geklaut werden.
Zum Abendessen wieder durch’s Soho gestreift, wollte Matea unbedingt italienisch essen, wobei es in London definitiv besseres gibt und ich Sie dann immerhin zu moderner chinesischer Küche überzeugen konnte, dank eines netten Innenhofes mit freien Plätzen. Leider war das Essen dann erstaunlich eintönig, aber das ist wohl ds Konzept von ChaChaMon.com – preislich widerum war es erneut relativ günstig, da hat München einfach weniger Auswahl, während London wirklich für jeden Geldbeutel etwas bietet.
Kaum waren wir aufgestanden versüsste sich Matea Ihren mit exotischen, wie Sie meinte ’seltsamen‘ Geschmäckern geschwängerten Gaumen mit einem extrem süssen Schocko-Donut aus einer angeblich französischen (?!) Patesserie – Donut und Frankreich hört sich irgendwie an wie Rotwein und Limo, aber was soll’s 😉
In weniger als fünf Gehminuten weiter zum Picadilly Circus, dort in den Donut Shop neben der Barclays Bank, daneben befindet sich ein Laden der Drogeriemarktkette Boots ist und dort daneben der Mc Donald’s 😉 Erneut mit Schocko- und einem Plain-Donut bewaffnet, wobei ich nur jeweils einmal beisste, weil ich keinen Hunger mehr hatte und ausserdem der Plain-one trotz feinstem Kristalzuckers extrem langweilig schmeckte, zogen wir an den Musical-Theatern, Kinos und Restaurants entlang, bevor wir am Ende – langsam wurde es mir unheimlich, denn jetzt ass Sie noch ein von Käse und Fett triefendes Stück American Pizza, aber ich habe Sie heute auch ziemlich rumgeschaut – am Brunnen auf dem Picadilly Circus landenten. Matea fragte dann zwar noch wegen einer Disco, aber im Nachtleben von London kenn ich mich gar nicht aus, sorry, weshalb wir dann um 23h05 wieder im Hotel landeten, wo erst Sie, dann ich, nach kurzen Duschens in unseren Betten landeten – wunderbar. Morgen: die 1-Tages Hardcore Sightseeing Tour, Don&Gisi, meine Mutter&die Angi, aber auch die Caro kennen das ja bereits – bin mal gespannt ob Sie morgen auch nach einer Disco frägt 😉

London – Tag 1

Nach fast zwei Jahren bin ich nun wieder in London und ich muss sagen – es hat sich kaum verändert. Nieselwetter, sehr schön internationales Publikum, unglaublich viele junge Leute (dafür erstaunlich wenig alte), Shoppingmöglichkeiten ohne Ende und gutes Essen, wenn man von der fetttriefenden lokalen Küche absieht und sich morgens französische Spezilitäten vom Bäcker besorgt, Mittags die teilweise durchaus delikaten (für mich bedeutet das: ohne Mayo 😉 Sandwiches isst und Abends zum Inder, Koreaer, Italiener, Japaner… oder sonstige Nicht-engl.-Küche wählt.

Außer Picadilly, Oxford Circus und Street, sowie dem Soho haben wir heute (11.7.) nicht viel gesehen, wobei als ‚Entschuldigung‘ herhalten muss, dass wir erst um 14h00 im Buero waren, welches wir erst um 15h15 verliessen. Zu der späten Ankunft im Hotel trugen folgende Dinge bei:
– Picadilly und Jubilee Line (blaue und silberne Tube/Underground/Subway-Linie) sind genau an diesem Wochenende (11.7./12.7.) rund um Picadilly Circus und Green Park, sowie die daran anschliessenden Station, gesperrt (ein durchaus übliches Szenario bei der London Underground, die im roullierenden Verfahren oftmals am Wochenende unterschiedlichste Station schliesst zu Wartungszwecken). Dann sind wir, mein Fehler, eine Station zu früh ausgestiegen – Baker Street, anstatt Marlybone Road – und nach 10 Minuten suchens und fragens von Passanten die auch nicht weiterhelfen konnten, entschlossen wir uns – immerhin war es bereits 13h00 UK-Zeit, also 14h00 unserer Zeit – eines der von mir empfohlenen Fast Food Restaurants, den Sandwichladen EAT, aufzusuchen. Dann sind wir in eine Hochzeitsgesellschaft gelaufen die es vor dem klassichen Standesamt galt zu beobachten, immerhin hatte die Braut ein unglaublich hässliches Kleid, und die Gäste hässlichste Hütte auf den Kopf, dafür stand aber ein wunderschöner alter, roter Doppeldeckerbus als Hochzeitsgesellschaftsgefährt zum einsteigen parat – ausserdem hatten wir Costa Cafe und heissen Grüntee in der Hand, den es galt etwas abkühlen zu lassen um ihn trinken zu können, wofür ich aber noch eine Ausrede gesucht habe um einen Zwischenstop einzulegen, da kam die Hochzeit natürlich gerade Recht 🙂 Genaugenommen waren es sogar zwei Gesellschaften, denn eine afrikanische wartete auch noch auf die Zeremonie, aber die Braut im 60’er-Jahre-Nachtkleidchen (Matea schloss daraus dass sie schon älter sein musste und meinte dass die 50 Hochzeitsgäste etwas wenig seien, um die 200 sollten es nach kroatischer Tradition doch schon sein 😉 zog mehr (schockierte? fassungslose? Fragezeichen-zeichnende?) Blicke auf sich, wobei die teilweise in wunderschön afrikanischer Tracht erschienen Nachgesellschafter und die in ein hautenges, grünes Kleid gepresste Brautjungfer (hoffentlich war es nicht die Braut, sonst hätte Sie dank Ihrer kopulenteren Figur und Ihres Riesenhinterns -oder war Sie schwanger und das Kind ist tiefer und in die andere Richtung gerutscht?- in diesem grün-silber schimmernden Presswurst-Kostüm wohl die Nachtkleid-Lady getoppt) auch interessangt anzusehen war.
Nach dem Hotel-Check-in und nachdem sich Matea kurz geduscht und wir die Sachen etwas verstaut hatten fuhren wir zum Picadilly Circus, wo sich der Rest des Tages wie folgt zusammenfassen läßt: Boots, Mng/Mango, Uniqlo, Clerks, The Office, Gap, Topshop, Schuh, H&M, HMV, Boots, Sports Outlet, Muji, *?+, usw. usf.
Um 20h00 (ab jetzt nur noch UK time) waren wir dann so hungrig, das ich erst einen Koreaner gesucht, einen anderen gefunden, aber dann wehmuetig gesagt habe, dass ich eigentlich am liebsten beim Masala Zone (realindianfood.com) essen wollen würde: kaum bogen wir dann um ein weiteres Eck für eine Alternative, tauchte dort tatsächlich ein Masala Zone auf – perfect! Dort hat Matea Tikka Chicken und ich die etwas schärfen Chicken Noodles gegessen, Sie mit Cola, ich mit Mint Infusion (heißes Wasser mit frischen Minzeblättern, DER Hit!). Gegen 21h30 Soho und die Oxford Street zurücklassend wieder auf dem Picadilly Cirkus, kurz nochmals zur Hotelverpflegung in den Boots und für die Turnschuhseele von Matea in den letzt offenen Laden und dann zurück zur Marlybone Street. Dort nochmals in den M&S Simply Food gestolpert um dann gg. 23h30 im Bett zu landen. Der Kommentar von uns Beiden dazu: Endlich. Als Tourist-Shopper hat man schon ein schweres Leben 😉