Ostermontag

War Familientag in CRO. Erst trafen wir Deda beim Weinberg welches er die letzten 2-3 Jahre geupdatet hat, dann fuhren wir nach Antolovec, halfen dort etwas im Garten – wobei mir der Arm der 1953 angeschafften Sense abbrach, den trockenen Ast eines Baumes sägte ich allerdings mit Erfolg ab – im Anschluß gab es Mittagessen en masse, was Baba zubereitet hatte.

Danach ging es zu meiner Cousine Mirjana, zu Ihrem Mann Zelko und den beiden Kindern Irena(16 Monate)&Matej(7Jahre) die gewachsen waren wie Pflanzen im Fruehling.
Ausserdem gab es dort Katzen zu sehen die gerade mal einen Tag alt waren – also quasi Osterkaeztchen – und Kuecken war auch geschluepft.

Weiter ging es zu Vuca Vlado, Teta Danica und Co.

Die Runde schlossen wir mit Deda&Baba um dann, kurz vor 19h00 in der Praxis meines Vaters mit der Zahnsteinentfernung den Hoehepunkt des Tages zu erleben – zumindest ich. Caro langweilte sich vermutlich etwas, ertrug aber alles mit der Gelassenheit einer Loewin die unter einem Baum die Sonne in der afrikanischen Savanne abwartete. Sie chauffierte mich durch die Gegend und selbst am Abend als ich bei meinem Vater, Jasna und Matea nochmals lautstark Fotos unserer Japanreise auf dem iPad präsentierte ertrug selbst dies still, allerdings etwas eingerollter auf dem Sessel, so wie ein Igel im Sturm.

Das war der Ostermontag bei uns…

Hase, Fuchs und Reh…. osterliche Tiergeschichten

Fangen wir von hinten an: auf Fahrt zu unserem Schlafquartier bei meinem Vater und Jasna ist doch tatsächlich ein WildHase rechts nebem dem Auto aufgetaucht – und das zu Ostern, was für ein Zufall – außerdem überquerten ein Fuchs unseren Weg und ein Reh meinte an der Straße grasen zu müssen. Davor – beim Einstieg ins Auto – hätte Caro fast eine schwarze Katze mitnehmen wollen die sie anlockte und welche dann gleich zu schnurren anfing. Eine halbe Stunde davor waren wir live bei der Geburt eines Kalbes dabei (bei Vor- und Nachgeburt verging mir kurzfristig die Osterstimmung) und da zuvor haben wir sechs 4-wöchige Schweinchen mit – wie Caro meinte – sehr einfacher, aber sinnvoller Mutter-Kind Trennung gesehen.

Apropos Schweinchen, zu Ostern gab es natürlich traditionel Schinken – bei jedem Besuchten einen anderen den man „unbedingt probieren muss“- und als wir nach knapp 5 Stunden Fahrt und teilweise sehr schlängelingen 400km in Antolovec ankamen, gab es bereits um 16h30 ein volles „Willkommensessen“, mit Suppe, Huhn, Salat, Nudeln (mit Schweinefett „optimiert“), Schinken I und Brot-in-Schinken II, sowie verschiedenste Kuchen und Kekse.

Deda&Baba geht es ok, Vuca und Danica auch, den anderen sowieso, auch wenn in Antolovec mehr sterben, als geboren werden.

Auf dem Weg von Zadar in die Pordavina kamen wir an Fruehlingsgruenen Gegenden vorbei, und erstaunlicherweise auch an Kuehen die dort weideten, was ich so in Cro noch nicht gesehen hatte.

Caro war begesteiert von den vielen Störchen, einen sahen wir sogar im tiefen Gras waden und vermutlich jagen.

So viele Tiere wie heute, habe ich sonst nur im Zoo gesehen, weshalb ich nach der Reisedusche, jetzt noch kaputt ins Bett falle und Euch späte Sretan Uskrs – „Glückliche“ Ostern – wünsche. Laku noc – Gute Nacht!

Insel Pag

Heute waren wir auf der Insel Pag, besuchten die Stadt Pag und Novelja. In letzterer assen wir hervoragende Foccacia und Tomaten mit Mozarella, Caro eine Coke und ich einen Gusti Sok. Die Insel Pag ist sehr langgezogen und liegt zwischen dem Festland (mit dem Gebirge Velebit) und weiteren Inselketten. Die Insel Pag is wirklich sehr abwechslungsreich, bietet Sie doch an Mondlanschaft erinnernde Gegenden, gepaart mit Salzgewinnungsanlagen, grüne Wiesn mit Schafen (und sehr bekanntem Schafskäse aus dieser Region), niedrige Wälder und Buschlanschaften, ebenso wie Kiesstrände und klippenartige Felswände. Die Insel Pag bietet irgendwie die ganze Dalmatische Kueste in komprimierter Form, was leider auch auf die Gebaeude und menschlichen Behausen zutrifft: von kleinen Hafenhäusern, zu hässlichen ‚Apartmani‘-Neubauten, über römische Bauten sowie alte Kirchen bis hin zu Betonsünden und standardisierten Einkaufshallen – alles ist vorhanden, leider Haessliches mehr als Schoenes, so wie meistens in Kroatien – aber es gibt eben auch die eine oder andere Perle und kleine, nette Gaesschen die es durchaus lohnt zu erkunden. Auto- und Motorradfahrer werden ohnehin die Strecke auf Pag lieben.

In eine Richtung sind wir fast 60km gefahren und waren bis halbsechs Abends unterwegs (ab 11h15), wobei unser Ziel dann nicht Petrecane, sondern Zadar war. Dort widerum hatten wir weniger Glueck mit unserer Essenssuche, sahen allerdings den (mittelmaessigen) Sonneruntergang und sassen auf der Meeresorgel, die die Fische vermutlich noch kilometerweit taub und ev.sogar krank macht.
Erstaunlich in Zadar ist vor allem dass es wirklich unglaublich gut erhaltene, alte Kirchen und sogar noch römische Bauwerke gibt, aber dass die Neubauten oftmals derart scheusslich sind, dass man zum Teil wirklich davonlaufen möchte.

Nach dem Pech in Zadar mit dem Abendessen, sind wir noch kurz nach Acht zum Supermarkt „Plodine“ gefahren (juchu! Bis 21h00 offen :), der einzigen noch verblieben kroatischen Supermarktkette – und wirklich sehr gut – wo Caro noch „ihren“ Erdbeer Joghurt und Kekse kaufte und ich drei Tomaten fuer die Salami die wir noch hatten.

Im Haus angekommen begruesste uns Garo, der große, schwarze Mischlingshund – und inzwischen an uns gewoehnt – und freute sich dass wir noch etwas Grillfleisch und Pansen für Ihn hatten.

Jetzt (etwa 21h30) ist Caro gerade im Bad und wir werden fruehzeitig zu Bett gehen, den morgen ist die 400km Fahrt und Familly-Action angesagt. Gute Nacht – laku noc – und bis bald.

Waren heute am Strand, am 22.4.2o11

Es war warm wie im Sommer. Vielleicht 26 Grad. Caro & ich waren in Nin am Sandstrand. Sehr nett, vor allem auch die Kulisse, da Nin in einer Bucht liegt und im Hintergrund das Gebirge Velebit emporragt. Wirklich besonders der Ausblick. Außerdem einer der sehr wenigen Sandstraende Kroatiens. Krebse gingen strandnah spazieren und flüchteten als man sich Ihnen naeherte, Minikrebse krochen mit Ihren Muschelpanzern in die sie hineingekrochen waren ebenfalls zuegig von Dannen und auch die Fische suchten das Weite, ausser ein paar Putzerfischlein – vor denen dann widerum Caro fluechtete.

Am Strand assen wir einen ganzen Osterkuchen (wie ein Osterzopf, nur nicht geflochten) und tranken dazu Wasser, machten Fotos und schliefen. Richtig anstrengendes Leben halt.

Nach unserem laengerem Strandbesuch besuchten wir auch noch Nin, Kroatiens aelteste Stadt (angeblich 5000 v.Chr.) mit dem kleinsten Dom der Welt in welchen, ungelogen, vielleicht 15-20 Leute hineinpassen – zumindest wenn man noch Atmen moechte.

Nach unserer Rueckkehr lasen wir noch etwas auf der Terrasse, haben den Grill angeworfen, assen dort und der riesige schwarze Hund – Garo – frass die Reste mit so großer Freude, dass wir drei fast richtige Freund geworden sind. Caro hat er aber ohnehin bereits ins Herz geschlossen, weil Sie ihm bereits Pansen mitgebracht hat und heute Frueh Leberwurst (zwei trickreich verpackte Wurmtabletten) an Ihn verfuettert.

Leider hat Caro mal wieder zu wenig Sonnencreme benutzt, sie vergass Ihre beiden Fuesse, weshalb sie jetzt jammernd im Bett liegt und saemtlich Cremes benutzt die sie hoft dass diese helfen – ich wuensche es Ihr.
Mich nervt der Holzwurm in der Decke, aber auch dieser Karfreitag wird zu Ende gehen und nach dem morgigen Samstag werden wir 400km gen Osten fahren um zu ostern.

Gut gelandet, stecken wir schon im Stau

Fliegen ist schoen, mit dem Autofahren haben wir irgendwie und stecken – keine 1000m hinter dem Flughafen – schon im Stau.. Na ja, hauptsache es passiert nichts, irgendwann kommen wir ansoonsten schon an, wir haben ja Zeit….

Sitzen im Bus…. Und kauen schon Kaugummi.

Nein nicht ims Bus nach CRO, aber um zum Flugzeug zu kommen. Ist so ein kleines Popelteil, hat aber zwei Fluegel – das Flugzeug mein‘ ich, also kurzes Textupdate dann wieder aus dem Mietwagen auf dem Weg nach Zadar.